Beispiele

Ich möchte ein paar Beispiele aufführen, die den einfacheren (und vor allem auch bekannteren) Bereich der DER COUNSELOR-Vorgehensweise erläutern.

Fangen wir im privaten Umfeld an. Seit über 24 Jahren hört meine Frau jeden Tag mehrfach (außer wenn wir mal einen Dissens ausleben), wie lieb ich sie habe und wie hübsch sie ist. Was meinen Sie, wie eine solche ständige Wiederholung auf das Unterbewusste (auch Unterbewusstsein genannt) wirkt? Ich verrate Ihnen wahrscheinlich nichts Überraschendes, wenn ich Ihnen darlege, dass sich diese „positiven Affirmationen“ zum Vorteil für unsere Ehe ausgewirkt haben.

Wenn ich mit Spitzensportlern arbeite, erlebe ich immer (wirklich immer), dass sich Unsicherheiten ins Bewusstsein drängen. Was ist, wenn ich verliere? Habe ich genug trainiert? Wie reagieren die Fans? Habe ich überhaupt eine Chance, Titel zu gewinnen? Bin ich beim richtigen Verein? Setzt der Trainer auf mich? Werde ich von der Presse verrissen? Diese Aufzählung könnte ich beliebig weiterführen.

Was passiert aber, wenn man sich mit „negativen Fragestellungen“ befasst? Die Gedanken kreisen immer um Probleme, Versagensängste, Niederlagen usw., also wird es niemanden erstaunen, dass man sich damit in eine Abwärtsspirale begibt und genau das in das eigene Leben zieht, wovor man Angst hat bzw. was man gerade nicht möchte.

Um es sehr deutlich zu sagen:

  • Wenn man Deutscher Meister werden will, muss man dies zuerst einmal unbedingt mit jeder Faser seines Körpers und Geistes wollen, unbeirrt daran glauben und sich mit aller Konsequenz darauf fokussieren.

Dieses absolute Fokussieren muss von ganz oben, also vom Präsidium und von der Geschäftsführung, vorgelebt werden. Ein Satz wie „Hauptsache nicht verlieren“ ist in jedem Falle contraproduktiv. Es darf nur eine Devise geben: „Wir spielen auf Sieg!“.

Bei Unternehmern und Managern sind die Fragestellungen recht ähnlich, wenn auch mit anderen Schwerpunkten. Was passiert, wenn sich das Produkt nicht verkauft? Was ist, wenn die Umsätze nicht stimmen? Verliere ich meinen Job und womöglich meine Existenz? Wie erkläre ich das meiner Familie oder Freunden? Und so weiter …

Ist es vorstellbar, dass man mit 100% seiner Gedanken und in positivster Erwartungshaltung die eigenen Erfolge und Ziele erreicht, wenn man immer und immer wieder über das nachdenkt, was man gerade nicht erleben möchte?

Wie kann man hier nun gegenwirken?

Neben den von der Wissenschaft nicht akzeptierten Werkzeugen gibt es eine Reihe von Hilfsmitteln, die zumindest eher auf Akzeptanz stoßen. Hierzu gehören z.B. Suggestionen.

Stellen Sie sich bitte vor, dass Sie während Ihres Trainings oder an Ihrem Arbeitsplatz ununterbrochen mit positiven Suggestionen konfrontiert werden, z.B. visuell oder auditiv. Sie sehen und hören immer und immer wieder Dinge wie:

  • Du machst das klasse.
  • Du bist voller Energie.
  • Du fühlst Dich von Tag zu Tag immer besser.
  • Du triffst gute Entscheidungen.
  • Du bist ein Erfolgsmagnet.
  • Heute ist ein toller und erfolgreicher Tag.
  • Der Geist Gottes führt und leitet Dich.
  • Alles ist gut.
  • Erfolg, Glück und Wohlstand.
  • Du erreichst Deine Ziele.
  • Du hast ein grenzenloses Potenzial.
  • Du schaffst alles, was Du willst.
  • Du ziehst Glück, Erfolg, Reichtum und Liebe magisch an.
  • Die ziehst alles Positive in Dein Leben.
  • Das Leben meint es gut mit Dir.
  • Da, wo Du bist, ist Erfolg.

Ist es für Sie vorstellbar, dass solche und viele andere Suggestionen dazu führen können, dass man sich häufiger mit diesen positiven Themen beschäftigt und in der Folge immer mehr an sich selbst glaubt?

Jetzt kann der Einwand kommen, dass man gegen solche Suggestionen irgendwann abgestumpft sein könnte und man sich womöglich bewusst dagegen wehrt? Was ist aber, wenn Sie diese Suggestionen gar nicht bewusst wahrnehmen, sondern die Vorgehensweise subliminal ist, also unterhalb der Wahrnehmungsgrenze stattfindet?

Ich möchte nicht ausführlich auf alle Hilfsmittel eingehen, dies bleibt einem persönlichen Gespräch vorbehalten. Was ich aber in Aussicht stellen möchte, ist, dass es sehr zielführend sein kann, sich wesentlich mehr dem Unterbewussten (bzw. dem Unterbewusstsein) zu beschäftigen, als Sie dies womöglich bisher getan haben oder für notwendig oder hilfreich erachtet haben.